Du hast nach einer Excel-Vorlage für die Tourenplanung gesucht. Gut, hier ist eine. Keine überladene Datei mit zwanzig Reitern, sondern eine schlanke Tabelle, die du in zehn Minuten nachbaust und ab morgen nutzt.
Und weil dir das ehrlich mehr bringt: Weiter unten steht auch, woran du merkst, dass genau diese Tabelle dich irgendwann ausbremst. Denn das tut sie. Nur nicht bei drei Fahrzeugen, sondern wenn dein Betrieb wächst.
Die Vorlage: diese Spalten brauchst du wirklich
Der häufigste Fehler ist nicht eine zu einfache Tabelle, sondern eine zu komplizierte. Fang mit diesen Spalten an. Eine Zeile ist ein Stopp, nicht eine ganze Tour:
| Datum | Tour | Fahrer | Fahrzeug | Kunde | Adresse | Zeitfenster | Menge | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 06.07. | T1 | Kaya | HB-AB 123 | Meyer GmbH | Bremen, Hafenstr. 4 | 8 bis 10 Uhr | 6 Paletten | geplant |
| 06.07. | T1 | Kaya | HB-AB 123 | Nord-Bau | Delmenhorst, Ring 9 | 10 bis 12 Uhr | 3 Kolli | geplant |
| 06.07. | T2 | Sven | HB-CD 456 | Kühl AG | Oldenburg, Weg 2 | 9 bis 11 Uhr | 1 Palette | unterwegs |
Was jede Spalte leistet:
- Datum und Tour sortieren den Tag. Alle Stopps einer Tour tragen dieselbe Tour-Nummer, so bleibt die Reihenfolge zusammen.
- Fahrer und Fahrzeug sagen dir auf einen Blick, wer womit fährt. Zwei Spalten, weil Fahrer und Fahrzeug nicht immer fest zusammengehören.
- Kunde und Adresse braucht der Fahrer, sonst nichts.
- Zeitfenster ist die Spalte, an der die meisten Touren scheitern. Schreib rein, wann der Kunde die Ware erwartet, nicht wann es dir gerade passt.
- Menge hilft dir zu sehen, ob das Fahrzeug überhaupt reicht.
- Status macht aus der Planung einen Überblick: geplant, unterwegs, zugestellt.
Mehr braucht die Grundversion nicht. Wenn dir eine Spalte fehlt, ergänz sie. Aber füg nichts hinzu, nur weil Platz ist.
Drei Regeln, damit die Tabelle nicht kippt
Eine Vorlage ist so gut wie die Disziplin dahinter. Drei Regeln machen den Unterschied zwischen einem Werkzeug und einem Zettelhaufen im Tabellenformat.
Eine Zeile pro Stopp. Nicht eine Zeile pro Tour mit fünf Adressen in einer Zelle. Nur so kannst du nach Fahrer filtern, nach Zeitfenster sortieren oder einem Kunden sagen, wann sein Stopp dran ist.
Auswahllisten statt Freitext. Leg für Fahrer, Fahrzeug und Status feste Listen an. In Excel geht das über die Datenüberprüfung, dann klickst du den Namen an, statt ihn zu tippen. Das klingt nach Kleinkram, verhindert aber genau das Chaos, an dem später jede Auswertung scheitert: einmal Kaya, einmal K., einmal Kaja, und schon zählt keine Formel mehr richtig.
Eine Datei, eine Wahrheit. Nicht Tourenplan_final.xlsx neben Tourenplan_final_NEU.xlsx. Leg die Datei an einen Ort, auf den alle zugreifen, und halt fest, wer sie ändern darf. Sobald zwei Leute in zwei Kopien planen, fährt am Ende einer nach einem Stand, den es nicht mehr gibt.

So arbeitest du im Alltag damit
Morgens filterst du die Tabelle nach Fahrer und druckst jedem seine Stopps aus oder schickst sie per Foto. Über den Tag setzt du den Status auf unterwegs und zugestellt, damit du weißt, was noch offen ist. Eine bedingte Formatierung färbt zugestellte Zeilen grün, dann siehst du den Fortschritt ohne Nachdenken.
Für einen ruhigen Betrieb mit ein paar festen Touren reicht das erstaunlich weit. Viele fahren so jahrelang, und das ist völlig in Ordnung.
Woran du merkst, dass Schluss ist
Die Tabelle kippt nicht an einer bestimmten Fahrzeugzahl. Sie kippt, wenn drei Dinge auftreten. Meistens irgendwo zwischen fünf und zehn Fahrzeugen, aber das ist nur eine Faustregel.
Mehr als einer plant. Sobald du und ein Kollege gleichzeitig disponiert, beginnt das Kopien-Problem. Wer hat die aktuelle Datei? Du änderst die Tour um acht, er hat um halb acht eine Kopie geöffnet. Excel ist für eine Person gebaut, nicht für ein Team in Bewegung.
Du brauchst den Live-Status. Die Tabelle weiß nicht, wo der Fahrer gerade ist. Also klingelt das Telefon, der Kunde fragt, du rufst den Fahrer an. Drei Anrufe für eine Auskunft, die ein Blick erledigen würde. Bei zehn Fahrzeugen ist das dein halber Vormittag.
Konflikte gehen unter. Du verplanst einen Fahrer, der im Urlaub ist. Du gibst zwei Touren auf ein Fahrzeug, das nur eine schafft. Du baust einen Zwölf-Stunden-Tag, ohne es zu merken. Excel warnt dich bei keinem davon. Es rechnet, was du eintippst, und schweigt zum Rest.
Das ist der Punkt, an dem die Tabelle anfängt, dich Geld zu kosten, statt es zu sparen. Welche versteckten Posten dabei zusammenkommen, haben wir hier durchgerechnet: Disposition mit Excel: 7 versteckte Kosten.

Der nächste Schritt ist kleiner, als du denkst
Die gute Nachricht: Du musst deine Excel-Logik nicht wegwerfen. Eine Tagesplanung in einer Software funktioniert genauso, nur ohne die drei Schwachstellen von oben.
Statt Zeilen umzusortieren, ziehst du eine Tour per Drag-and-drop auf einen Fahrer oder ein Fahrzeug. Statt Kopien hin- und herzuschicken, sehen alle denselben Plan, live. Und statt selbst mitzudenken, ob ein Fahrer frei ist, warnt dich das System:
- Ziehst du eine Tour auf einen Fahrer, der Urlaub hat, kommt ein Hinweis.
- Steht ein Fahrzeug in der Werkstatt, lässt es sich nicht klammheimlich verplanen.
- Überlappen sich zwei Touren zeitlich, markiert das Board den Konflikt farbig, bevor der Fahrer losfährt.
Ein Auslastungs-Balken je Fahrer zeigt dir außerdem, wer noch Luft hat und wer schon voll ist. Und den Live-Status meldet der Fahrer mit einem Tipp auf dem Handy, statt dass du ihn anrufst.
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Häufige Fragen
Gibt es die Vorlage als Download? Die Spalten oben sind alles, was du brauchst. Öffne eine leere Tabelle, schreib die neun Überschriften in die erste Zeile, hinterleg für Fahrer, Fahrzeug und Status eine Auswahlliste über die Datenüberprüfung, fertig. Das dauert keine zehn Minuten und passt genau zu deinem Betrieb, statt zu einer fremden Vorlage.
Wie viele Fahrzeuge macht Excel mit? Es hängt nicht an der Zahl, sondern an den drei Punkten oben. Planst du allein, brauchst keinen Live-Status und behältst die Konflikte im Kopf, geht auch mit fünfzehn Fahrzeugen noch. Fängt eines davon an zu haken, wird es meist schon bei fünf mühsam.
Reicht nicht Google Sheets statt Excel? Für die Regel eine Datei, eine Wahrheit ist eine geteilte Tabelle wie Google Sheets besser als eine Excel-Datei auf einem Rechner, weil mehrere gleichzeitig reinschauen. Den Live-Status vom Fahrer und die Konflikt-Warnung ersetzt aber auch sie nicht.
Kann ich Tabelle und Software eine Weile parallel fahren? Ja. Viele importieren erst die Stammdaten, planen ein paar Touren testweise im System und lassen die Tabelle nebenher laufen, bis sie ihr nicht mehr hinterhertrauern. Ein harter Schnitt ist nicht nötig.
Quellen
- Microsoft, Anleitung zu Dropdown-Listen per Datenüberprüfung in Excel: support.microsoft.com
Stand: Juli 2026. Die Beispiel-Tabelle ist eine Orientierung und passt bei dir je nach Touren anders aus.
Schluss mit Excel-Chaos in der Disposition.
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